Willkommen beim DVLL

Der Deutsche Ultraleicht-Segelflugverband (DULSV) wurde 1993 gegründet als Nachfolger einer Interessengemeinschaft auf der Wasserkuppe. In der 1993 verabschiedeten sog. Luftsportgeräteverordnung waren die UL-Segelflugzeuge nicht enthalten und es wurden rechtliche Schritte notwendig, um den Flugbetrieb mit UL-Segelflugzeugen weiterhin zu ermöglichen.

2011 gründete sich der "Verband zur Förderung motorisierter Leichter Luftsportgeräte" (VMLL), der sich um das leichte, motorisierte Fliegen kümmerte.

2016 beschloss die Hauptversammlung, dass der DULSV und der VMLL verschmelzen und zukünftig unter dem Namen "DVLL" mit den Sparten "Motorflug" und "Segelflug" agieren.

Sind 3 Sätze zur Geschichte genug?

Um zu erfahren, wer wir sind, erstmal ja. Falls Du Dich für weitere Details interessierst, haben wir es nochmal ausführlich zusammengetragen ....


Geschichte des DVLL

Worum geht es beim DVLL!

Verband

Der DVLL dient der Förderung des Flugsports mit „Leichten Luftsportgeräten“ mit und ohne Motor

gemeinnützig

Der DVLL verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke

Vertretung

Der DVLL Verhandelt mit Behörden im Bezug auf Zulassung, Betrieb und Lizenzen

PR-Arbeit

Der DVLL sorgt durch Information für mehr Verständnis und Bekanntheit der "Leichten Luftsportgeräte"

Unterstützung

Der DVLL unterstützt seine Mitglieder direkt in technischen und juristischen Fragen

Austausch

Der DVLL fördert die Diskussion und den Austausch untereinander und mit Dritten

Ist das alles was der DVLL macht?

Nein! Wir bieten noch eine ganze Reihe weiterer Dinge, veranstalten Workshops, Fliegerlager und Diskutieren fleißig im Mitgliederforum ...


mehr erfahren

Was macht 120kg Ultraleicht-Flugzeuge aus?

nur

Eckpunkte der Bauvorschrift

maximal

kg Leergewicht

trotzdem
%
Flugzeug

Gut, und was sind das jetzt für Flugzeuge?

Spannende Flugzeuge, oder?

Wie alle Flugzeugklassen lebt aber auch die "120er" davon, dass sich jeder Pilot ein Flugzeug suchen kann, dass zu ihm, zus einem Einsatzbereich zu seiner Art zu Fliegen und passt ...


mehr gibt es hier

Die wichtigsten Fragen!

120kg - auf was bezieht sich dieses Gewicht?

Die 120 kg beschreibt das Leergewicht des Flugzeugs in flugfähiger Mindestausstattung (LTF-UL 29). Bei einer Musterprüfung in Deutschland ist auch das Rettungssystem im Leergewicht enthalten. Wurde das Flugzeug im europäischen Ausland zugelassen, darf das Rettungsgerät aus dem Leergewicht heraus gerechnet werden, wenn in diesem Land kein Rettungsgerät vorgeschrieben ist. Wir empfehlen in jedem Fall ein Rettungsgerät zu installieren.

Wir betrachten das Gewicht von Akkumulatoren für einen Elektro-Antrieb wie Kraftstoff und damit nicht als Bestandteil der Leermasse.
Der meist vorhandene Bordnetz-Akku muss dagegen als Teil des Leergewichtes betrachtet werden, wenn der Verbrennungsmotor nur mit elektrischem Anlasser gestartet werden kann.

Ausbildung als "Fußgänger"?

Es gibt zurzeit nur relativ wenige Flugschulen, die eine Ausbildung als Flugneuling („Fußgänger“) für 120-kg-Flugzeuge anbieten. Die Ausbildung ist ohne medizinisches Flugtauglichkeitszeugnis, kurz Medical genannt, möglich. Die Ausbildung entspricht weitgehend der motorisierten Ultraleicht-Ausbildung einschließlich der Anfangsschulung mit einem zweisitzigen UL-Flugzeug. Erst nach ausreichender Alleinflugerfahrung mit dem zweisitzigen Flugzeug wird die praktische Ausbildung mit einem einsitzigen 120-kg-Flugzeug fortgesetzt.

Wer kein Problem hat ein Flugtauglichkeitszeugnis zu erhalten, kann auch eine „normale“ UL-Ausbildung machen und sich auf dieser Grundlage eine zusätzliche Lizenz für 120-kg-Flugzeuge ausstellen zu lassen.
Segelflieger machen Ihre Grundausbildung bei einem Verein oder in einer Segelflugschule. Die zusätzliche Lizenz nach entsprechender Segelflugerfahrung für den UL-Segelflug kann man z.B. bei regelmäßig stattfindenden Kurzlehrgängen am Flugplatz in Bad Sobernheim erwerben.

Medical

Es ist kein Medical erforderlich

Passagiere - kann ich einen oder mehrere Passagiere mitnehmen?

Nein. Flugzeuge der 120kg-Klasse sind nur für eine Person - den Piloten - ausgelegt. Es dürfen keine Passagiere mitgenommen werden.

Flugzeuge - Welche Modelle gibt es?

Bisher haben drei Flugzeuge (Weller ULI NG, ULI V3 Rebell, ULI V2) in Deutschland die Musterprüfung abgeschlossen. Mindestens drei weitere Modelle befinden sich im Musterprüfprozess (Ekolot ELF, Aerolite 120, Sirocco).

Ein Flugzeug (Song 120) hat die Musterprüfung als UL in Tschechien bestanden und darf gemäß LuftGerPV § 11, Abs. 4 legal in Deutschland wie ein LTF-L geprüftes Leichtes Luftsportgerät geflogen werden, da zusätzlich auch die Bedingungen gemäß LTF-L § 3 eingehalten werden.
Der VMLL wird darüber berichten, sowie ein weiteres Flugzeug die Musterprüfung bestanden hat.

Selbstbau

Der Selbstbau ist möglich. Zweckmäßigerweise wählt man eine Konstruktion oder Bausatz aus, welcher bereits die Musterprüfung bestanden hat; dann kann man sich auf die handwerkliche Arbeit beschränken.

Natürlich kann man sein Traumflugzeug auch selbst konstruieren und bauen. Man sollte sich aber im Klaren sein, dass der Aufwand für die notwendige Musterprüfung nicht zu unterschätzen ist, auch wenn man den größten Teil der Arbeiten selbst durchführen darf. Besonders aus diesem Grund sollte man versuchen Gleichgesinnte zu finden, sodass man den Arbeitsaufwand verteilen kann.

Für die Aufstellung der Lastannahmen sollte in dieser Gruppe mindestens einer in der Lage sein die relativ anspruchsvollen Berechnungen durchzuführen und auch die übrigen erforderlichen Nachweise zu dokumentieren.

Die Musterprüfung für eine Einzelstückzulassung wird in Deutschland beim DAeC oder DULV gemäß LTF-UL 2003 durchgeführt. Alternativ wird gemäß LuftGerPV §11, Abs. 4 auch eine Geräte- oder Musterprüfung im europäischen Ausland anerkannt (Einzelstück- bzw. Amateurbauzulassung). Achtung, in Frankreich wird der Begriff „Einzelstück“ inzwischen wörtlich genommen, d.h. wenn für ein bestimmtes Muster bereits eine Einzelstückzulassung erteilt wurde, kann man für das gleiche Muster keine Einzelstückzulassung mehr erhalten. Ein französisches Pilotenhandbuch ist bei der Einzelstückzulassung nicht erforderlich.

Gibt es fertige Bausätze für ein 120-kg-Flugzeug?

Es gibt eine Reihe von Bausätzen und auch Zeichnungssätze, welche die Chance haben die Musterprüfung gemäß LTF-UL2003 zu bestehen. Allerdings gibt es bisher (Ende 2016) nur einen Hersteller, der den Aufwand einer Musterprüfung auf sich genommen hat. Weitere Hersteller interessieren sich für diese Möglichkeit. Man kann natürlich auch als Amateurbauer die Musterprüfung (Einzelstückprüfung) eines Bausatzes bzw. eines damit hergestellten Luftsportgerätes betreiben.

Damit sich der zeitliche und finananzielle Aufwand für Amateurbauer  in Grenzen hält, sollte man versuchen eine Gruppe von Gleichgesinnten zu bilden.

Lizenz für motorisierte 120-kg-Flugzeuge?

Wenn man im Besitz einer gültigen Ultraleicht-Lizenz ist, kann man beim DAeC bzw. DULV eine zusätzliche Lizenz für 120-kg-Dreiachsflugzeuge beantragen. Die Lizenz für ultraleichte Segelflugzeuge gilt nicht für motorisierte 120-kg-Flugzeuge, auch nicht mit einem Eintrag einer neuen Startart. Für „Fußgänger“ siehe entsprechende Antworten.

Lizenz für ultraleichte Segelflugzeuge?

Die Alleinflugberechtigung auf „normalen“ Segelflugzeugen muss vorliegen, damit man z.B. in Bad Sobernheim eine Zusatzschulung auf einem ultraleichten Segelflugzeug durchführen kann. Ein Fluglehrer überzeugt sich vorher vom Ausbildungsstand. Bei erfolgreichem Abschluss der Zusatzschulung kann man sich die Lizenz für das Fliegen von ultraleichten Segelflugzeugen ausstellen lassen. Achtung, für motorisierte UL-Segelflugzeuge ist die entsprechende Lizenz für motorisierte 120-kg-Dreiachsflugzeuge erforderlich.

Noch mehr Fragen?

Gut! Wir haben auch noch mehr antworten zu Themen wie Fliegen, Bauen, Zulassung, Medical, Linzenz und zugehörige Kosten ...


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Die Sparte Segelflug besteht seit 1993, die Motorflieger-Sektion seit 2011 ... wir haben viel zu erzählen!


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